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Pädagogik im Kindergarten St. Pius

Grundlagen

Unser Bild vom Kind
Im Kindergarten St. Pius gestalten die Kinder ihre Bildung und Entwicklung von Beginn an aktiv mit und übernehmen dabei, entwicklungsangemessen Verantwortung. Sie sind Akteure ihrer Entwicklung. Jedes Kind hat ein Spektrum an einzigartigen Besonderheiten. Es entwickelt sich individuell und unterscheidet sich von anderen Kindern.


Pädagogische Haltung
Das pädagogische Personal in unserem Kindergarten ist sich der Bedeutung einer professionellen pädagogischen Haltung gegenüber Kindern und Erwachsenen bewusst. Wir sind uns unserer Vorbildfunktion bewusst, sind authentisch und begegnen den Kindern stets auf Augenhöhe.


Profil der Einrichtung
Der Kindergarten St. Pius verbindet das Leben mit dem Glauben.
Ethische, religiöse und kulturelle Bildung und Erziehung: im Kath. Kindergarten wird dieser Förderschwerpunkt geprägt durch das laufende Kindergartenjahr. „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ Diesen Leitsatz der Bibel wollen wir im täglichen Miteinander praktizieren, üben und tun. Wie Jesus uns das Beten gelehrt hat, so wollen wir auch in unserem täglichen Kindergartenablauf das Gebet einfließen lassen. Biblische Geschichten, kirchliche Feste und der jahreszeitliche Ablauf prägen den Jahreskreis.


​​​​​​​​​​​​​​Schutzauftrag
Wir nehmen den präventiven Auftrag des Kinderschutzes durch eine angemessene Auseinandersetzung mit Gefahren im Alltag, dem Einüben von richtigem Verhalten bei Bränden und Unfällen, einer entsprechenden Gesundheitsbildung sowie durch angemessene Aufklärung über Suchtgefahren wahr.

Pädagogische Ziele

  1. Die Kinder fühlen sich in unserem Kindergarten wohl, angenommen und akzeptiert. Dies wird unterstützt durch eine lebendige, freundliche Atmosphäre in der gesamten Einrichtung, durch eine entwicklungsangemessene Gestaltung der Räume, durch einen respektvollen und wertschätzenden Umgang. Bei der Tagesplanung werden die unterschiedlichen Interessen und Bedürfnisse nach Anregung, Bewegung, Ruhe, Geborgenheit und Verlässlichkeit berücksichtigt.
     
  2. Die Kinder handeln selbstbestimmt, nehmen sich selbstwirksam wahr und entwickeln Selbständigkeit sowie eine eigenständige Persönlichkeit.
     
  3. Die Kinder entwickeln soziale Kompetenzen. Die Kinder bauen im Kindergarten Freundschaften auf, werden konfliktfähig, kompromissbereit, entwickeln Einfühlungsvermögen und Mitgefühl.
     
  4. Die Kinder lernen die Vielfalt unserer Gesellschaft kennen und respektieren. Das Konzept der Inklusion wird für sie erfahrbar. Die Kinder erleben im täglichen Miteinander eine Kultur des Wohlwollens, der Offenheit und der Solidarität gegenüber allen Kindern und Erwachsenen. Die Verschiedenheit der Menschen (z.B. ihr Aussehen, ihre Religion, ihre Sprache, ihre Stärken und Schwäche) wird immer wieder thematisiert.
     
  5. Ihr Kind wird schulfähig, die Kinder lernen zu lernen. Durch die Förderung der geistigen, körperlichen, sozialen und emotionalen Entwicklung. Durch gezielte und zeitlich festgelegte Angebote- und Vorschulstunden, bei denen die unterschiedlichen Entwicklungsphasen der Kinder berücksichtigt werden.
     
  6. Die Kinder entwickeln Vertrauen zu sich, zu anderen Menschen und zu Gott. Eigene religiöse Erfahrungen und das Miterleben von Gemeinschaft, Festen, Ritualen sowie die Begegnung mit Zeichen und Symbolen sind in den Kindergartenalltag eingebettet, z.B. durch Gebete, religiöse Lieder, Bibelgeschichten, religiöse Bilderbücher, Schöpfung, Naturerwachen, Naturbegegnung.

Pädagogische Didaktische Prinzipien

  1. ​​​​​​Kompetenzorientierung
    Die Kinder lernen freiheitlich-demokratische, religiöse, sittliche und soziale Werthaltungen kennen. Die Kinder lernen in der Gruppe mit der Andersartigkeit und dem Anderssein umzugehen und als Gruppe zusammenzuhalten. Die Kinder lernen demokratische Formen, Gesprächs- und Abstimmungsregeln kennen, sie zu akzeptieren und einzuhalten. Sie lernen ihren eigenen Standpunkt einzubringen, andere Meinungen zu akzeptieren und Kompromisse auszuhandeln.
     
  2. Personale Kompetenzen
    Die Kinder erleben sich in ihren Stärken und Schwächen, haben die Möglichkeit der selbstbestimmten Wahl- und Mitbestimmung. Durch angemessene Anregung erleben sich die Kinder als kompetent, sie erleben Motivation und Begeisterungsfähigkeit. Die Denk- und Problemlösefähigkeit entwickelt sich weiter und wir bieten vielfältige Möglichkeiten ihre körperlichen Fähigkeiten auszuprobieren und weiterzuentwickeln.
     
  3. Soziale Kompetenzen
    In unserem Kindergarten bedeutet das für die Kinder, dass sie ihren Platz in der Gemeinschaft einnehmen, Beziehungen zu anderen Kindern und Erwachsenen aufbauen und Freundschaften schließen. Sprechen miteinander, zuhören nachfragen, absprechen, Zusammenarbeiten, gemeinsam planen und lernen, bei Konflikten schlichtend eingreifen, konstruktive Lösungen finden und Verantwortung übernehmen.
     
  4. Lernmethodische Kompetenz
    ... ist der Grundstein für schulisches, lebenslanges und selbstgesteuertes Lernen. Die Kinder erleben bewusst und reflektieren mit anderen, dass sie lernen, was sie lernen und wie sie es gelernt haben.
     
  5. Widerstandsfähigkeit oder auch Resilienz genannt
    Wir unterstützen die Kinder, die unter riskanten Lebensumständen ihre Ressourcen bündeln müssen, um eine positive Entwicklung zum eigenen Schutz zu erfahren.
     
  6. Ko - Konstruktion
    Von- und miteinander lernen geschieht im gemeinsamen Erforschen von Dingen, Ereignissen, sozialen Beziehungen, Phänomenen, Abläufen und Weltvorgängen. Wir regen zu konstruktiven Prozessen an und begleiten diese. Wir nehmen, je nach Situation und Aktivität der Kinder, eine beobachtende, unterstützende oder auch impulsgebende Rolle ein. Wir bieten den Kindern, eine anregende Lernumgebung und eine lernende, partizipative Gemeinschaft, die zum Austausch einlädt, Raum zum Rückzug bietet oder Lernangebote losgelöst von der Gruppe und in der Gemeinschaft.
     
  7. ​​​​​​​Partizipation
    Im Kath. Kindergarten St. Pius haben die Kinder das grundlegende Recht auf Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung. Dies praktizieren wir mit Elementen im Alltag. (z.B. das partizipative Bewegungsangebot am Nachmittag, Alltags- und Reflexionsgespräche, Morgenkreis, Kinderbefragung zu Ausflügen / Themen und Wünsche)
     
  8. ​​​​​​​Beschwerdemanagement für Kinder
    Im Kath. Kindergarten St. Pius werden die Kinder sehr genau beobachtet und ihnen entsprechende Instrumente der Beschwerde angeboten. Ein vertrautes Gespräch mit der Erzieherin, Gesprächsrunden und Reflexionsrunden offen oder themenbezogen schaffen Raum, um die individuellen Bedürfnisse der Kinder immer wieder zu reflektieren und entsprechend zu handeln. 
     
  9. ​​​​​​​Inklusion​​​​​​​
    ​​​​​​​Das heißt, dass alle Kinder – unabhängig von ihren unterschiedlichen Voraussetzungen wie z.B. Temperament, Geschlecht, Herkunft, Lern- und Entwicklungstempo, Behinderung – individuell und ganzheitlich unterstützt werden.

Themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche

Wir arbeiten nach den 11 Förderschwerpunkten des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplanes. Die themenbezogenen Bildungs- und Erziehungsbereiche dienen dazu, alle Kompetenzen auszubilden und weiterzuentwickeln.

Ethische und religiöse Bildung und Erziehung

Im Kath. Kindergarten wird dieser Förderschwerpunkt geprägt durch die Vorgabe des laufenden Kirchenjahres. Das soziale Miteinander, das Gruppenleben, die Hilfsbereitschaft und Solidarität untereinander werden durch Aktivitäten ausgeprägt erarbeitet.

Sprache und Literacy

Sprache ist der Schlüssel zur Welt. Sprachkompetenz bildet die Voraussetzung für schulische Erfolge und die Teilhabe am gesellschaftlich-kulturellen Leben. Sprachförderung ist im Tagesablauf ein durchgängiges Prinzip. Voraussetzung für diese Fähigkeit ist jedoch die Entwicklung der Sprachfreude und Interesse am Dialog. Dies geschieht auf unterschiedliche Weise, wie: durch Erzählen, Reime, Fingerspiele, Bilderbücher etc. Wichtig für die sprachliche Bildung ist das aktive Zuhören, welches den Wortschatz, Begriffsbildung, Lautbildung kontinuierlich erweitert.

Informations- und Kommunikationstechnik, Medien

Kinder kommen selbstverständlich mit Informations- und Kommunikationstechniken und mit Medien in Berührung und haben zugleich ein hohes Interesse daran. Deswegen achten wir auf einen sachgerechten, selbstbewussten und verantwortlichen Umgang mit Medien, z.B. Auswahl pädagogisch wertvoller Medien und Inhalte, Einsatz von Büchern, Bildmaterialien, Kataloge, CDs, DVDs, Computer. 

Mathematik

Die Welt in der Kinder aufwachsen, ist voller Mathematik. Darum fördern wir die mathematischen Inhalte durch reale Erfahrungen z.B. vergleichen, klassifizieren und ordnen von Objekten bzw. Größen und Mengen, Zahlwörter, Begriffe wie lang, kurz, gerade, schräg. Geometrische Grundbegriffe, Zahlen ordnen, wiegen und messen, logische Reihen legen u.v.m. 

Naturwissenschaft und Technik

Naturwissenschaftliche Erkenntnisse liefern uns wichtiges Grundlagenwissen über Vorgänge, in der belebten, wie auch unbelebten Natur. Dazu Beobachten, Vergleichen, Beschreiben und Bewerten wir die naturwissenschaftlichen und technischen Vorgänge und führen Experimente und Beobachtungen durch, z.B. Experimente mit Luft, mit einer Kerze, die Veränderung des Aggregatzustandes von Wasser. 

Umwelt

Die Umweltbildung und -erziehung leistet einen wesentlichen Beitrag zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit unserer Umwelt. In unserem Kindergarten erleben dies unsere Kinder durch Naturbegegnungen und Erlebnissen mit Tieren und Pflanzen z.B. bei regelmäßigen Aufenthalten in der Natur, Wald und Garten, kennen lernen und Erforschen der Elemente. 

Ästhetik, Kunst und Kultur

Ästhetische Bildung und Erziehung bedeutet, Kinder in ihrer Gesamtpersönlichkeit zu fördern. Sie versucht Kopf, Herz und Hand mit ihrem Angebot zu erreichen. Durch das Herstellen und Gestalten im Verbund mit ästhetischer Erfahrung und Wissen, kommt das Kind unter Anwendung von Werkzeugen und bei Einsatz von Materialien zu Spuren sichernden Zeichen und Gestaltungen. Durch ein Erleben von Kunst und Kultur werden Kinder dazu angeregt, ihr kreatives Potential zu entfalten. Die Kreativität bezeichnet dabei die Fähigkeit, im Denken neue, überraschende oder unerwartete Wege zu gehen. 

Musik

Von Anfang an spielt Musik für Kinder eine wichtige Rolle. Mit natürlicher Faszination und Neugier begegnen Kinder der Welt der Musik z.B. durch gemeinsames Singen, Einführung in die klassische Musik, Bau eines Musikinstrumentes, Einsatz des Orffinstrumentariums und Rhythmusinstrumente, Tanzen, Einsatz der körpereigenen Instrumente. 

Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport

Bewegung zählt zu den grundlegenden Betätigungs- und Ausdrucksformen von Kindern. Kinder haben einen natürlichen Drang sich zu Bewegen. Für sie ist Bewegung ein wichtiges Mittel, Wissen über die Umwelt zu erwerben, ihre Umwelt zu „begreifen“, auf ihre Umwelt einzuwirken, Kenntnisse über sich selbst und ihren Körper zu erwerben, ihre Fähigkeiten kennen zu lernen und mit anderen Personen zu kommunizieren. Beispiele dafür sind: frei und angeleitete Sportstunden, die Kinder steigen, klettern, springen herab, Hochkriechen, Hochziehen, Herabrutschen, Hinauf- Hinabspringen, Schaukeln, Wippen, Rollen, Fahren, Rutschen, Balancieren, Entspannen, Partizipative Bewegungsangebot (z.B. Besuch des nahegelegenen Spielplatzes, Wald, Verkehrsgang, Gartenaufenthalt, spiel mit dem Wasser und mit dem Sand, Fahrzeuge fahren, Turnhalle). 

Gesundheit

Gesundheit ist mehr als nur das Freisein von Krankheit. Die Gesundheitsförderung ist ein Prozess, der darauf abzielt, dass ein hohes Maß an Selbstbestimmung und Selbstverantwortung für die eigene Gesundheit wächst. Bei uns im Kindergarten z.B. durch Gesundheit des Körpers/ der Zahngesundheit, Unfallverhütung, Gesunde Ernährung, Gesundheitsvorsorge, Verkehrserziehung.

Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzungen, dass ein Kind lernt sich in der sozialen Gemeinschaft zurechtzufinden und auftretende Konflikte konstruktiv und selbständig zu lösen. Die Kinder fühlen sich zugehörig und haben einen festen Platz in der Gruppe. Ziel ist es, dass Sie lernen eigene Gefühle aber auch anderer Menschen wahrzunehmen, damit umzugehen und zu verstehen. 

Öffnungszeiten:

  • Montag bis Donnerstag:         
    7:00 - 16:00 Uhr
  • Freitag:
    7:00 - 13:15 Uhr
  • Bringzeit:
    7:00 - 8:30 Uhr
  • Abholzeiten:
    12:00 Uhr 
    13:00 - 13:15 Uhr
    14:00 - 14:15 Uhr
    15:45 - 16:00 Uhr

Kontakt und Adresse:

Kath. Kindergarten St. Pius 
Leitung: Rita Fromm
Fuchsweg 12
92318 Neumarkt
Tel.: (0 91 81) 90 74 47

E-Mail: kita.st.pius.nm(at)bistum-eichstaett(dot)de

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