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Unser Bild vom Kind

Bedürfnisse eines Kindes:
„Nimm mich so wie ich bin! 
Wenn du mich so annimmst, wie ich bin, fühle ich mich sicher. 
Dann kann ich ganz offen mit dir reden und auch meine Gefühle zeigen. 
Ich will noch viel lernen. Dabei brauche ich deine Hilfe. 
Unsere schönsten Begegnungen sind, wenn du Zeit hast für mich – wenn du mir zuhörst.!“

Aus diesen Bedürfnissen ergibt sich der Anspruch des Kindes auf Bildung, Erziehung und Hinführung zum Glauben.

Unser Kindergarten ist eine Hilfe für das Kind, sich jetzt und in der Zukunft in der Welt zurechtzufinden und sie zu gestalten. Er unterstützt und ergänzt die Erziehung in der Familie, ist ein Lebens- und Lernort des Glaubens und eine Begegnungsstätte für Groß und Klein.

In unserer Einrichtung schaffen wir mit unserer Arbeit eine vertrauensvolle Atmosphäre, in der sich das Kind wohlfühlt, mit seiner Persönlichkeit angenommen wird und sich entsprechend seiner kindlichen Wünsche und Bedürfnisse entwickelt. Wir wollen für das Kind Wegbegleiter sein, damit es zu einem selbständigen, selbstbewussten und christlichen Menschen heranwächst.

Unsere pädagogische Arbeit richtet sich daher nach folgenden Grundkompetenzen, die ein Kind braucht, um sich in unserer rasch wandelnden Zeit zurechtzufinden:

Die Schritte der Umsetzung wirken immer auf mehrere Kompetenzbereiche.

Die Basiskompetenzen mit ihren Zielen

Personale Kompetenz | Persönlichkeitsentwicklung

Das Kind entdeckt während der Kindergartenjahre seine eigene Persönlichkeit und entfaltet sich selbständig (Selbstfindungsprozess). Schrittweise lernt das Kind seine neue Welt gemeinsam mit der Erzieherin kennen und entwickelt eine Vertrauensgrundlage außerhalb der Familie. Es erlangt zunehmend mehr Selbstvertrauen in der Gruppe und erreicht durch eigenständige Handlungsmöglichkeiten mehr Selbständigkeit im Spiel und in der Arbeit. Das Kind erhält Unterstützung, sich selbst als wertvoll anzunehmen, Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten zu bekommen und selbstbewusst zu werden. Durch intensive Beobachtung wird das Kind da abgeholt, wo es gerade steht.

Nur wer sich selbst kennt und akzeptiert, kann auch auf andere zugehen.

Beispiele der Umsetzung in unserem Kindergarten:

  • Geburtstag feiern
  • freie Meinungsäußerung
  • Verantwortung übernehmen
  • Pflege der Umgebung
  • Arbeit mit „MontessoriMaterial“ (durch Selbstkontrolle)

Soziale Kompetenz | Sozialverhalten

Das Kind öffnet sich für zwischenmenschliche Beziehungen. Es lernt, Konflikte verbal zu lösen und Kompromisse zu schließen. Es erwirbt kommunikative Fähigkeiten, indem es Wünsche, Bedürfnisse und Meinungen äußert und in der Gruppe einbringt, Beteiligung an Projektplanungen und Kinderkonferenzen.

Weiterhin lernt das Kind, dass in einer Gemeinschaft gewisse Regeln zu beachten sind (Rücksichtsnahme, Toleranz). Nur so fühlt sich jedes Kind wohl und findet sich in der Gruppe zurecht.

Das Kind übernimmt Verantwortung für und in der Gemeinschaft und erfährt dabei demokratische Prinzipien.

Das Kind lernt die Konsequenzen für seine Entscheidung und sein Handeln tragen.

Durch die Vermittlung von Werten und elementaren Umgangsformen unterstützen wir das Kind, sich in die Gesellschaft einzugliedern und sich aktiv damit auseinander zu setzen.

Beispiele der Umsetzung in unserem Kindergarten:

  • Morgenkreis
  • Mittragen bei Mehrheitsentscheidungen
  • gemeinsame Raumgestaltung
  • Gruppenzugehörigkeitsgefühl 
  • Gruppenregeln
  • Konfliktlösungsstrategien
  • Verantwortung übernehmen
  • Umgangsformen
  • Begrüßung / Verabschiedung
  • gegenseitige Hilfe und Unterstützung

Beispiele der Umsetzung in unserem Kindergarten:

  • Projektplanung
  • Lernen vor Ort
  • Einbeziehung von „Fachleuten“
  • Kontakt mit öffentlichen Einrichtungen z.B. Bücherei, Geschäftswelt
  • Angebote zur Kreativitätsförderung 
  • freies Gestalten

Wertorientierung und Religiosität

Der religiöse Bereich ist mit dem sozialen Bereich sehr eng verbunden, denn ein Kind ist nur fähig, eine Beziehung zu Gott aufzubauen, wenn es bereits eine positive  Beziehung zu sich, zu anderen und zu seiner Umwelt hat. Die christliche Erziehung in unserem Kindergarten ist in den Alltag integriert. Wir vermitteln den Kindern die Achtung vor der Schöpfung. Immer wieder danken wir im gemeinsamen Gebet für Essen und Trinken, für unsere Eltern, Freunde und schließen auch ins Gebet Kinder und Menschen ein, denen es nicht so gut geht.

Umsetzung in unserem Kindergarten:

  • Feste feiern im Jahreskreis
  • Wertschätzung und Achtung vor anderen und vor der Schöpfung
  • Gottesdienste und Andachten in der katholischen und evangelischen Kirche feiern
  • Religiöse Anschauungen und Angebote
  • Sensibilisierung und Unterstützung von Menschen in ärmeren Ländern (z.B. „Weihnachtspäckchen der Aktion Pomoc“)
  • Stille erleben
  • gemeinsames Beten und Singen

Sprachliche Bildung und Literacy

Von Geburt an versucht das Kind verbal und nonverbal mit seiner Umwelt verbal und nonverbal in Kontakt zu treten. Es ist unerlässlich für seine Entwicklung, dass Kommunikation stattfindet. Durch persönliche Beziehungen erwerben die Kinder Sprachkompetenz. 

Umsetzung in unserem Kindergarten: 

  • Gespräche
  • Lieder
  • Fingerspiele
  • Reime, Gedichte 
  • Rollenspiele
  • Bilderbücher und Vorlesegeschichten 
  • Hörspiele
  • Laut- und Buchstabenspiele 

Mathematische Bildung

In der heutigen Welt können Kinder geometrische Formen, Zahlen und Mengen vielfach entdecken. Diese mathematischen Gesetzmäßigkeiten lassen die Kinder ihre Umwelt klarer erkennen, wahrnehmen und erfassen. Dadurch erfahren sie Beständigkeit, Verläßlichkeit und Wiederholbarkeit. 

Umsetzung in unserem Kindergarten: 

  • Kalender
  • geometrische Formen und Grundbegriffe kennen lernen 
  • Sortierspiele
  • Übungen zur Raum-Lage-Wahrnehmung 
  • Montessori-Material
  • Bewegungsspiele
  • Würfel- und Tischspiele 

Naturwissenschaft und Technik

Kinder sind interessiert an dem, was in ihrem Umfeld passiert und wollen herausfinden, wie etwas funktioniert. Durch Beobachten, Forschen und Experimentieren setzen sie sich aktiv mit den Themen aus Naturwissenschaft und Technik auseinander. 

Umsetzung in unserem Kindergarten: 

  • Experimente
  • Bau- und Konstruktionsmaterial 
  • Waldtage
  • Wetteruhr
  • Magnetspiele
  • Farblehre

Umweltbildung und Erziehung

Kinder und Erwachsene sind von Umwelteinflüssen unmittelbar betroffen. Im Elementarbereich gehören Naturbegegnungen und Erlebnisse mit Tieren und Pflanzen zu der ersten Erfahrung mit ihrer Umwelt. Im Zuge der zunehmenden Umweltverschmutzung vermitteln wir den Kindern einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und Umwelteinflüssen. 

Umsetzung in unserem Kindergarten: 

  • Waldtage
  • Jahreszeiten
  • Mülltrennung
  • Pflanzenbeobachtung
  • Wachstumspuzzle
  • Nachhaltigkeit beim Thema Einkaufen thematisieren

Medienbildung

Informations- und Kommunikationstechnik haben in der heutigen Gesellschaft einen hohen Stellenwert und sind wichtige Bestandteile des Alltags. Die Nutzung der Medien hat Vor- und Nachteile. Entsprechend dem Entwicklungsstand der Kinder setzten wir unterschiedliche Schwerpunkte. 

Umsetzung in unserem Kindergarten: 

  • Bilderbücher
  • Bibliotheksbesuch
  • Theaterbesuch 
  • CD´s

Ästhetik, Kunst und Kultur

Für die Entwicklung der Persönlichkeit und des Denkens ist Kreativität eine wichtige Fähigkeit. Ihre ersten ästhetischen Erfahrungen machen sie von Geburt an mit allen Sinnen. Wertschätzung und Anerkennung fördert die Kinder in ihrer Kreativität und Phantasie. Miti großzügig bereitgestellten Materialien ermöglichen wir den Kindern, diesen Bedürfnissen nach zu kommen. 

  • Mal- und Basteltisch mit einer Vielfalt kreativer Materialien 
  • Rollen- und Theaterspiele 
  • Verkleidungsmöglichkeiten
  • Konstruktionsmaterial

Musik

Von Beginn an ist Musik ein Bestandteil unseres Lebens. Sie fördert die kindliche Intelligenz, die emotionale Stärke und die innere Ausgeglichenheit. Durch Musik wird nicht nur die Stimme entwickelt, sondern wirkt sich auch auf Geist und Seele aus. Kinder setzen Musik spontan in Tanz und Bewegung um. 

Umsetzung in unserem Kindergarten: 

  • Lieder 
  • Tänze 
  • Klanggeschichten mit Orffinstrumenten 
  • Rhythmik 
  • CD´s 
  • Stille-Übungen 
  • Theaterbesuche 
  • Hörbildung 
  • Körperinstrumente

Bewegungserziehung

Das Kind erweitert durch Bewegung seinen Handlungsspielraum und stärkt so seine motorischen Fähigkeiten. Durch Zuwendung oder Abwendung sucht das Kind seine Erfahrungsmöglichkeiten in seiner Welt. Für eine gesunde Entwicklung und Wohlbefinden des Kindes ist Bewegung unerlässlich. 

  • Turnangebote 
  • Spielen im Garten 
  • Bewegungsbaustelle
  • Bewegungsgeschichte
  • Kreisspiele 
  • Spaziergänge 
  • Partnerspiele 
  • Teamspiele 
  • sachgerechte Verwendung von Sportgeräten 

Gesundheitserziehung

Gesundheit ist ein Zustand von körperlichen, seelischen, geistigen und sozialem Wohlbefinden. Kinder sollen ihren Körper wahrnehmen und in einem gewissen Maß Verantwortung dafür übernehmen. Neben äußeren Faktoren, die nicht veränderbar sind, befähigt die Gesundheitserziehung das Kind, Belastungen, Stress und negative Veränderungen zu bewältigen. 

Umsetzung in unserem Kindergarten:

  • Wissen über gesunde Ernährung 
  • Esskultur 
  • Zubereitung von Speisen 
  • Verhalten bei Verletzungen 
  • Gefahren erkennen 
  • Massage und Meditation 
  • Verkehrserziehung

Kontakt

Kath. Kindergarten St. Walburga
Leitung: Martina Strobel
Hauptstr. 15
92259 Neukirchen b. Sulzbach-Rosenberg
0 96 63 / 95 31 74
kita.st-walburga.neukirchen(at)bistum-eichstaett(dot)de