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Unsere Pädagogik

Das Kind zur Rose machen

Unsere Einrichtung will "das Kind zur Rose machen". Diese Metapher aus dem wunderschönen und pädagogisch bedeutsamen Klassiker „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint Exupéry, steht für den Umgang mit den Menschen selbst. Es geht darum, jedes Kind in seiner Unverwechselbarkeit anzunehmen:

"Schön, dass es dich gibt und dass du so bist, wie du bist".

Das bedeutet dem Kind zu folgen, es zu unterstützen und zu begleiten. Es geht um die Entwicklung von Eigenständigkeit und um die Bildung individueller Persönlichkeiten. Das Kind zur Rose machen heißt: das Kind ernst nehmen und achten. Es bedeutet, dass wir Erwachsene das Kind verstehen lernen müssen, damit wir als Entwicklungsbegleiter helfen können, dass sich die Rose zur vollen Blüte entfalten kann.

Folgende Prinzipien sind uns in der Arbeit, mit Ihrem Kind wichtig:

1. Freiräume für selbstgeleitetes und eigenständiges Spiel

Die Kinder werden fähig aus eigener Motivation heraus zu handeln und selbstständig aktiv zu sein, indem sie Mitentscheidung und Mitspracherecht erfahren.

„Freispiel - Freies Spiel“
Unter Freispiel versteht man die Aktivitäten der Kinder, bei denen sie sich intensiv mit sich selbst oder mit anderen beschäftigen und sich in dieser Eigenaktivität erfahren. Sie sammeln hier Wissen und machen Erfahrungen, knüpfen soziale Kontakte und lernen Konfliktlösungsstrategien, die sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen. Jedes Kind nimmt eigene Bedürfnisse wahr und „findet“ seinen Weg. Vielfältige Materialien, eine anregungsreich gestaltete Umgebung, sowie das Zulassen von Zweckentfremdung der Gegenstände, motiviert die Kinder zum eigenständigen Handeln. Sie lernen durch Erfahrung, lernen eigene Grenzen kennen, sowie mit Erfolg und Misserfolg umzugehen. Kinder erfahren wie wichtig es ist kompromissbereit zu sein, aber auch den eigenen Standpunkt zu verteidigen. Sie entwickeln Ausdauer, Konzentration und Motivation.

Außerdem üben sie sich in demokratischen Umgangsformen durch Mitsprache und Mitentscheidung. Ständig wird das kindliche Spiel beobachtet und bestmöglichst unterstützt.

2. Bewegungsräume für ganzheitliches Wahrnehmen

Die Kinder nehmen über die Bewegung sich selbst, ihren Körper, ihre Körperfunktionen und ihre Sinne intensiver wahr, indem sie unterschiedlichste Materialien und Bewegungsräume nutzen. Bewegungserfahrungen haben Einfluss auf die Ausbildung eines positiven Selbstkonzeptes. Das Kind kann nur über die Entwicklung des Körperbewusstseins seine „Ich-Identität“ erlangen. Das Vertrauen in die eigene Person und das Selbstbild wird wesentlich geprägt von den Körpererfahrungen in den ersten Lebensjahren. Sie üben sich im Gleichgewicht und der Koordination, erfahren körperliche Grenzen und Erfolgserlebnisse, nehmen ihren Körper bewusst wahr und lernen sich und ihren Körper einzuschätzen. Die Kinder erlangen Vertrauen in ihre körperlichen Fähigkeiten, werden mit Regeln und Gesetzmäßigkeiten vertraut und lernen im gemeinschaftlichen Umgang Rücksicht zu nehmen.

3. Lernräume für Handeln mit Kopf, Herz und Hand

Die Kinder werden fähig Sinnzusammenhänge zu begreifen, indem sie ihren natürlichen Wissens-, Experimentier- und Forschungsdrang entwickeln.

Kinder lernen von Geburt an. Lernen ist ein wesentlicher Bestandteil des kindlichen Lebens.

Kinder brauchen auf ihrem Weg zu uns erst einmal Grundstrukturen. Diese müssen zunächst aufgebaut werden, damit sie überhaupt verstehen, was wir von ihnen erwarten. Um das leisten zu können, ist es erforderlich, sich erst einmal Selbst zu finden und zu begreifen. Hierzu sind Erfahrungen aus erster Hand notwendig. Dies geschieht in der Tat durch eigenständige Tätigkeiten.

In diesen selbsttätigen Handlungen, die auch Fehler erlauben, forschen Kinder in sich und um sich herum. Dazu brauchen sie Freiheit und Gelegenheit. Es braucht vor allem Räume, welche diese ganzheitlichen Bedingungen erst möglich machen, um sich mit einer Sache auseinander setzen zu können, damit zu experimentieren und diese auszuprobieren.

Kinder haben Lust zu lernen und sind dabei hochmotiviert.

Informieren Sie sich hier über die Bereiche unserer Pädagogik

Soziale / Emotionale Fähigkeiten

Heute müssen Kinder früh soziale Beziehungen aufbauen und erweitern. Die Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft erfordert Teamfähigkeit, Offenheit, Wertschätzung, Verantwortungsbewusstsein, Respekt, Kommunikation und Kooperation, sowie Konfliktmanagement und Grenzerfahrungen. Grundvoraussetzung hierbei ist vor allem eine eigene emotionale Stabilität jedes Kindes.

Soziale & Emotionale Fähigkeiten werden gefördert durch:

  • Tägliche "Arbeit" mit der Gruppe
  • Tägliches Miteinander
  • Freundschaft knüpfen / aufbauen
  • Stärken und Schwächen kennenlernen
  • Mitspracherecht, Mitentscheidungen (Kinderkonferenz)
  • Entwicklung von Lösungsstrategien bei Konflikten
  • Spiegeln und Benennen der eigenen Gefühle

Personale Fähigkeiten

In unserer Gesellschaft müssen Kinder früh eigenständige Entscheidungen treffen. Die vielfältigen Möglichkeiten und Beeinflussungen erfordern selbstbewusstes Handeln.

Ein hohes Selbstwertgefühl ist Voraussetzung für die Entwicklung von Selbstvertrauen, es entsteht, indem sich das Kind in seinem ganzen Wesen angenommen und geliebt fühlt.

Personale Fähigkeiten werden gefördert durch:

  • Vorbilder sein
  • dem Kind Hilfestellung geben
  • positive Rückmeldungen / dem Kind Lob geben
  • dem Kind aktiv zuhören, es ernst nehmen

Alltagsfähigkeiten

Tagtäglich begegnen unsere Kinder Problemen, Herausforderungen, Themen, Aufgaben und Reizen, welche sie wahrnehmen, filtern, lösen und erkennen müssen. Dabei erfahren sie Frust, Angst, Freude, Über- oder Unterforderung, etc.

Allein im Alltag können Kinder viele Sinneswahrnehmungen, Erfahrungen und Kompetenzen erlangen, dabei gilt es sie zu unterstützen und zu begleiten.

Ein geregelter Tagesablauf und gleichbleibende Regeln, sowie wiederkehrende Rituale sind uns dabei wichtig.

Alltagsfähigkeiten werden gefördert durch:

  • selbständiges An- und Ausziehen
  • lernen, Verantwortung zu übernehmen für Brotzeittasche usw.
  • tägliches Aufräumen des Gruppenraums
  • Sauberkeitserziehung

Werteorientierung und Religion

Besonders Kinder brauchen ein positives Lebensbild, um die unterschiedlichsten Einflüsse zu meistern, sowie Vertrauen zu sich, zu seinen Mitmenschen und somit auch zu Gott zu erlangen.

Kinder erfragen unvoreingenommen die Welt und stehen ihr staunend gegenüber. In ihrem unermesslichen Wissensdrang sind Kinder kleine Philosophen und Theologen. Sie fragen nach dem Anfang und dem Ende, nach dem Sinn und Wert ihrer Selbst und nach dem Leben und Tod. Deshalb unterstützen wir von Anfang an sein positives Lebensbild und ermöglichen in der Begegnung mit lebensnahen Wertesystemen und religiösen Überlieferungen die Entwicklung eines eigenen Standpunktes, sowie Wertschätzung und Offenheit gegenüber anderen und sich selbst.

Religion wird gefördert durch:

  • Gottesdienste gestalten und besuchen
  • Gestaltung kirchlicher Jahreskreis
  • Gemeinsame Gebete und Lieder im Gruppenalltag
  • Religiöse Anschauungen und Erzählungen

Sprache

Sprache ist eine wesentliche Voraussetzung für Schule, Beruf und die Teilnahme am Leben.

Kinder brauchen Zeit zum Formulieren, die Gewissheit Fehler machen zu können und ein offenes Ohr für ihre Meinungen, Erzählungen und Geschichten. Die Sprache erwirbt ein Kind ganz wesentlich bei der aktiven Sprachproduktion, beim Sprechen.

Sprachliche Kompetenzen werden gefördert durch: 

  • Täglicher Morgenkreis mit Erzählrunden
  • Kinderkonferenzen
  • Bilderbuchbetrachtungen, Singen, Reimen, Abzählverse ...
  • in der Freispielzeit

Medienerziehung

Medienkompetenz ist heute unabdingbar, um am politischen, kulturellen und sozialen Leben teilzunehmen und dieses aktiv und souverän mitzugestalten.

Wir verwenden unterschiedliche Medien, damit das Kind in der Handhabung begreifen, selbstbestimmend und kreativ gestalten lernt und es als Mittel der Wissensvermittlung und der Kommunikation erfahren kann. Dabei ist die Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig.

Medienerziehung wird gefördert durch:

  • Musikhören in der Freispielzeit
  • Videoaufnahmen drehen / aufnehmen
  • Kinderkino mit kindgerechten Filmen
  • einen verantwortungsbewussten Umgang mit einem Tablet
  • Bilderbuchkino durch "Kamishibai"
  • Bilderbuchbetrachtungen

Mathematik

Die Welt in der unsere Kinder aufwachsen ist voller Mathematik. Ohne mathematisches Grundverständnis ist ein Zurechtkommen im Alltag nicht möglich. Geometrische Formen, Zahlen und Mengen lassen sich überall entdecken.

Diese Entdeckungen lösen Wohlempfinden aus, denn Mathematik schärft den Blick für die Welt und ihre Schönheit.

Durch das Auseinandersetzen mit mathematischen Inhalten und Gesetzmäßigkeiten machen Kinder die Erfahrung von Beständigkeit, Verlässlichkeit und Wiederholbarkeit.

Mathematik wird gefördert durch:

  • Kindergartenalltag und Freispielzeit
  • verschiedene Materialien die zum Zählen, Legen, Sortieren, Wiegen, usw. anregen
  • gezielte Aufgabenstellungen im Vorschulbereich

Naturwissenschaften und Technik

Von Geburt an erleben Kinder technische Entwicklung. Selbst im Kinderzimmer hält die fortschreitende Technisierung immer mehr Einzug.

Kinder zeigen hohes Interesse an Natur - Technik - Umwelt. Sie sind bestrebt nachzuforschen, zu erforschen und herauszufinden "warum ist das so" oder "wie etwas funktioniert". Kinder zeigen aus eigener Motivation heraus eine hohe Wissbegier über Weltvorgänge und Dinge aus ihrer Umgebung.

Es ist uns wichtig diese Bereitschaft auszunützen und die Freude und den Spaß am Forschen, Lernen und Erkunden wach zu halten, indem die Kinder Mitsprache und Mitentscheidung erhalten, sowie Zeit und Raum für Experimente erfahren.

Naturwissenschaften / Technik wird gefördert durch:

  • Experimente im Alltag und gezielte Experimente
  • verschiedene Materialien und Räume

Umwelt

In Zeiten der Umweltverschmutzung und Ausbeutung von natürlichen Ressourcen ist ein verantwortungsvoller Umgang immer wichtiger. Umweltbildung und -erziehung können dafür einen wesentlichen Beitrag leisten.

Kinder wollen ihre Umwelt mit allen Sinnen begreifen um sich deren Schönheit und Einzigartigkeit bewusst zu werden.

Die Begegnung mit der Natur ist uns sehr wichtig. Das Kind lernt seine Umwelt mit allen Sinnen zu begreifen. Es entwickelt Wertschätzung sich und seiner Umwelt gegenüber und erfährt, wie verletzbar und unersetzlich diese ist.

Umwelterziehung wird gefördert durch:

  • Draußentage / Waldtage zu jeder Jahreszeit
  • Projekte zum Thema Umweltschutz / Müllvermeidung
  • täglicher Aufenthalt im Garten

Ästhetik, Kunst und Kultur

Lernen durch die Sinne ist in der frühen Kindheit die Grundlage von Bildung.

Unsere Kinder entfalten durch die Auseinandersetzung mit Kunst und Kultur ihr kreatives und künstlerisches Potential und ihr Urteilsvermögen.

Kinder brauchen Kreativität, um fähig zu werden im Denken, neue auch unerwartete und überraschende Wege zu gehen. Kreativität ermöglicht die Entfaltung ihrer Persönlichkeit.
Es ist uns ein Anliegen, dass das Kind im Dialog mit seiner Umwelt alle Sinne bewusst wahrnimmt, es bildnerisch gestaltet und im Spiel in verschiedene Rollen schlüpft.

Kreatives, ästhetisches Empfinden wird gefördert durch:

  • Freiraum in allen Spielecken
  • Theaterbesuche mit den Kindern
  • Freies gestalten mit Farben, Papier, Kleber, Scheren ...
  • Gemeinsames Feiern von Festern, z. B. Geburtstage

Musikalische Bildung

Schon von Geburt an begegnet das Kind mit Neugier und Faszination der Welt der Musik. Musik ist Teil ihrer Erlebniswelt. Die Vielfalt der Sinneswahrnehmungen durch das "Spiel mit Musik" bietet in den ersten Lebensjahren grundlegende Anregungen.

Kinder erfahren Musik als ideales Medium sich mitzuteilen, Gefühle zu äußern und sich wohl zu fühlen. Durch die Begegnung mit der Musik, durch das gemeinsame Musizieren und Singen wird die Sozial- und Sprachkompetenz gefördert und erworben. Weiter verhilft Musik den Kindern zum aktiven Zuhören, zur Bewegung und zum Rhythmus.

Musikalische Bildung wird gefördert durch:

  • Singspiele und Tänze in Kreissituationen
  • Verklanglichung mit Instrumenten zu Geschichten
  • Experimentieren mit verschiedenen Instrumenten
  • Musik hören durch CD's

Bewegung, Rhythmik, Tanz und Sport

Bewegung ist für die Gesamtentwicklung des Kindes sehr entscheidend. Durch die Bewegung erwirbt das Kind Wissen, "be-greift" seine Umwelt und wirkt darauf ein, erwirbt Fähigkeiten, spürt sich und seinen Körper und lernt mit anderen zu kommunizieren. Bewegungserfahrungen haben Einfluss auf die Ausbildung eines positiven Selbstkonzeptes.

Das Kind kann nur über die Entwicklung des Körperbewusstseins seine "Ich-Identität" erlangen. Das Vertrauen in die eigene Person und das Selbstbild wird wesentlich geprägt von den Körpererfahrungen in den ersten Lebensjahren.

Es ist uns wichtig, den individuellen Bewegungsdrang des Kindes zu bewahren, zu erkennen und durch vielfältigste Bewegungsräume zu erschließen.

Bewegungserziehung wird gefördert durch:

  • Bewegung im Alltag / im Garten
  • gezielte Turneinheiten in der Turnhalle
  • Bewegungsbaustellen / Bewegungsstationen im Flur

Gesundheit und Ernährung

Kinder brauchen Unterstützung und Hilfe, um sich und ihren Körper einschätzen zu lernen. Zudem müssen sie lernen, Eigenverantwortung für ihren Körper und ihre Gesundheit zu übernehmen.

Aufgrund dessen wollen wir den Kindern eine positive Grundeinstellung vermitteln.

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, sowie eine ausreichende Bewegungserfahrung, liegen uns am Herzen.

Gesundheit und Ernährung wird gefördert durch:

  • Schulobstprogramm (Obst, Gemüse und 
    Milchprodukte zusätzlich zur Brotzeit)
  • ausreichend Bewegung
  • Entspannungsübungen und Meditationen

Kontakt

Kita St. Josef
Leitung: Swen Ferstl
Sollngriesbacher Str. 2
92334 Berching

0 84 62 / 90 55 38
kita.st-josef.berching(at)bistum-eichstaett(dot)de

Öffnungszeiten

  • Kindergarten:
    7.15 - 13.45 Uhr
  • Krippe
    7.15 - 15.00 Uhr